letters
# 45

An Peter.

Ich verbrauche gerade alle die wenigen Kraftreserven, die ich noch habe, die ich in den hintersten Ecken meines Selbstzusammenhalts noch finden kann, nur deinetwegen in enorm hoher Geschwindigkeit. Nicht weniger als die Kohärenz meines Wesens hängt daran. Ich muss alles dafür tun, nicht noch mehr und nicht noch traurigere Briefe an dich schreiben zu müssen. Es darf gar nicht sein und ich möchte es nicht. Aber weder die Melancholie noch die tiefe Depression haben je angeklopft und gefragt, ob sie reinkommen dürfen. Sie haben sich einfach auf meinen Platz gesetzt.

Es ist doch lediglich meine Verzweiflung und Einsamkeit, die dich mein Opfer und so mich dein Opfer werden lassen, oder?. Sie spielen ein gemeines Spiel mit meiner seelischen Gesundheit als Wetteinsatz. Ich schnappe doch schon nach Luft. Hängt es zusammen? Sucht sich mein inneres Immunsystem einen Ausweg, der nichts anderes sein kann, als der nächste parasitäre Niedergang?

Wenn ich also irgendwann zu schwach werde, dann weiß ich schon, dass es keinen anderen Weg gibt, als zu verlieren. Und dann? Und dann?
Wo noch Kraft finden, welche Ecken suchen?



Hey. Bleib hier.
Ich bezahl den Preis dafür.
Hey. Dann bleib doch hier.
[Cäthe Sieland]
8.2.12 10:57
 


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